Förderbescheid für Alten Bahnhof eingegangen

Unter dem Titel „In den Bahnhof kommt Bewegung“ veröffentlichte der Sauerlandkurier in seiner Ausgabe vom 28.09.2019 folgenden Artikel:

Es war still geworden um den Alten Bahnhof in Attendorn. Doch in der vergangenen Woche hat das Thema mit einer Mitteilung der Bezirksregierung noch einmal Fahrt aufgenommen. Denn Regierungspräsident Hans-Josef Vogel hat am Mittwoch zwei Förderbescheide übergeben. Einer davon: 2.290.987 Euro für die „Erschließung des Alten Bahnhofs als Bürgerzentrum“. Bürgermeister Christian Pospischil erklärt auf Kurier-Nachfrage, wie es dazu gekommen ist.

Attendorn – Es ist ein Thema, das bis ins Jahr 2005 zurückreicht: Damals gab es die ersten Bestrebungen, das Bahnhofsgebäude am „Zollstock“ in Attendorn zu einem Bürgerhaus mit kulturellem Angebot zu machen. Und seitdem ist allerhand passiert: Initiativen haben sich gegründet, Vereine haben sich eingeschaltet, Politiker haben sich geäußert – aber irgendwie kamen die Beteiligten auf keinen gemeinsamen Nenner. Das Thema „Alter Bahnhof“ wurde zum regelrechten Politikum. Jetzt plötzlich die Landesförderung – für Bürgermeister Christian Polspischil kommt die allerdings nicht überraschend: „Wir haben bereits im Juni 2018 einen Förderantrag gestellt. Damals wurde dem Projekt die „Förderfähigkeit B“ bescheinigt. Es war also förderfähig, aber nicht zum damaligen Zeitpunkt. Umso glücklicher sind wir natürlich, dass es in diesem Jahr mit der Förderung geklappt hat.“

Der Bereich des Bahnhofs/Allee-Centers soll in Zukunft als Teil der Innenstadt wahrgenommen werden. Dabei kommt dem Alten Bahnhof eine besondere Rolle zu: „Wir verfolgen die Idee eines Bürgerhauses mit Veranstaltungsfläche weiter“, so Pospischil. Außerdem soll das Jugendzentrum aus dem Heggener Weg in das Gebäude ziehen. „Wir planen, Teile des Gebäudes umzubauen, teilweise aber auch abzureißen“, sagt das Stadtoberhaupt weiter. Die bestehende Gastronomie soll aber weiter am Ort bleiben: „Am Ende werden wir die richtige Mitschung für alle Bürger haben.“

Beim Projekt „Alter Bahnhof“ liegt der Ball jedoch jetzt erstmal bei der Politik, wie Christian Pospischil weiter erklärt: „Der Stadtrat muss ja noch zustimmen und die nötigen Mittel bereit stellen.“ Denn der Umbau soll rund fünf Millionen Euro kosten – rund die Hälfte davon wird gefördert. Und wenn alles glatt läuft, können die Arbeiten laut Pospischil bereits im kommenden Jahr beginnen: „Wir werden die Planungen auf Grundlage des Förderantrages weiter konkretisieren.“ Und wenn das alles klappt? „Dann haben wir eine großartige Gelegenheit, dem Anliegen vieler Bürger Rechnung zu tragen“, erklärt Pospischil. Und ganz nebenbei wird damit eine beinahe „unendliche Geschichte“ abgeschlossen.

VON MICHAEL SAUER